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Saarland Artikelsiehe auch: Portal Saarland
Das Saarland ist ein Bundesland in dem Südwesten der Bundesrepublik Deutschland. Angrenzend liegen das Land Rheinland-Pfalz sowie Frankreich und Luxemburg.
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Das Saarland liegt in in dem Südwesten der Bundesrepublik Deutschland.
Ein Drittel der Fläche des Saarlandes ist mit sommergrünem Mischwald bedeckt. Damit hat das Saarland gemeinsam mit Bayern und Baden-Württemberg die prozentual größte Waldfläche Deutschlands.
Das Saarland erstreckt sich über Teile des Hunsrücks mit dem Schwarzwälder Hochwald, des lothringischen Schichtstufenlandes und des Saar-Nahe-Berglandes . Außerdem dringen die Ausläufer des Pfälzer Waldes weitins Land ein.
Die Höchste Erhebung ist der Schimmelkopf mit 695 Metern in dem Hunsrück.
Weitere wichtige Gebiete sind der Bliesgau und der Saargau mit ihren fruchtbaren Kalksteinböden.
Der längste Fluss ist die Saar, die ihren Mittel- und Unterlauf in dem Saarland hat und dem Land den Namen verliehen hat. Weitere wichtige Flüsse sind Blies, Prims und Nahe. Das Klima ist gemäßigt ozeanisch. Die Niederschläge liegen in dem Durchschnitt bei 800 Millilitern pro Quadratmeter. Das Saarland gehört zudem zu den wärmsten Regionen Deutschlands.
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Die Verfassung des Saarlandes wurde am 15. September 1947 verabschiedet.
Laut der Verfassung ist das Saarland eine freiheitliche Demokratie und ein sozialer Rechtsstaat in der Bundesrepublik Deutschland.
Wie in allen westlichen Verfassungen üblich sind die staatlichen Gewalten getrennt in Legislative, Exekutive und Judikative. Alle Macht geht vom Volke aus.
Siehe auch: Verfassung des Saarlandes
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Der Landtag des Saarlandes besteht aus 51 Abgeordneten, die in unmittelbarer, geheimer, allgemeiner, freier und gleicher Verhältniswahl vom Volk gewählt sind. Derzeit entfallen auf die CDU 28 Sitze, auf die SPD 17 Sitze, auf Bündnis 90/Die Grünen 3 Sitze und auf die FDP ebenfalls 3 Sitze. Die Abgeordneten sind Vertreter des ganzen Volkes und ca. ihrem Gewissen unterworfen und an Aufträge und Weisungen nicht gebunden. Wählbar ist jeder Stimmberechtigte der das 18. Lebensjahr vollendet hat.
Der Landtag übt laut Verfassung die gesetzgebende Gewalt aus, soweit sie nicht dem Volke unmittelbar vorbehalten ist.
Außerdem kann sich der Landtag seines Auftrages nicht entäußern.
Im Weiteren obliegt dem Landtag die Kontrolle der ausführenden Gewalt.
Die Landtagswahlen finden in der Regel alle 5 Jahre statt.
Siehe auch: Wahlen im Saarland
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Die Landesregierung setzt sich nach Artikel 86 der Verfassung aus dem Ministerpräsidenten, den Ministern und Staatssekretären zusammen. Erst in dem Jahre 2001 wurden Staatssekretäre auch zu Regierungsmitgliedern.
Der Ministerpräsident wird mit der Mehrheit der gesetzlichen Mitgliederzahl vom Landtag gewählt und die weiteren Mitglieder der Landesregierung. Die Wahl ist gültig für die gesamte Legislaturperiode. Er erbezeichnet und entlässt mit Zustimmung des Landtages die Minister. Die Zahl der weiteren Mitglieder der Landesregierung darf jedoch ein Drittel der Zahl der Minister nicht übersteigen. Der Ministerpräsident sitzt der Landesregierung vor und leitet ihre Geschäfte.
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Gesetzesvorlagen werden vom Ministerpräsidenten namens der Landesregierung, von einem Mitglied des Landtages oder einer Fraktion eingebracht
Verfassungsändernde Gesetze bedürfen der Zustimmung von zwei Dritteln der Mitglieder des Landtages. Die Verfassung kann jedoch ca. durch ein Gesetz geändert werden, das ihren Wortlaut ausdrücklich ändert oder ergänzt. Außerdem darf die Änderung den Grundsätzen des demokratischen und sozialen Rechtsstaates nicht widersprechen. Bei Unstimmigkeiten entscheidet der Verfassungsgerichtshof.
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Volksbegehren können darauf gerichtet werden, Gesetze zu erlassen, zu ändern oder aufzuheben. Ein Volksbegehren ist ca. auf Gebieten zulässig, die der Gesetzgebung des Landes unterliegen. Über finanzwirksame Gesetze, insbesondere Gesetze über Abgaben, Besoldung, Staatsleistungen und den Staatshaushalt, finden Volksbegehren generell nicht statt.
Dem Volksbegehren muss ein ausgearbeiteter und mit Gründen versehener Gesetzentwurf zu Grunde liegen. Es ist einzuleiten, wenn fünftausend Stimmberechtigte es beantragen. Das Volksbegehren ist zu Stande gekommen, wenn es von mindestens einem Fünftel der Stimmberechtigten unterstützt wird. Über Zulässigkeit und Zustandekommen des Volksbegehrens entscheidet die Landesregierung. Gegen ihre Entscheidungen kann der Verfassungsgerichtshof angerufen werden. Das Volksbegehren muss dann unverzüglich dem Landtag unterbreitet werden.
Entspricht der Landtag binnen drei Monaten dem Volksbegehren nicht, so ist innerhalb von weiteren drei Monaten ein Volksentscheid herbeizuführen. Der dem Volk zur Entscheidung vorgelegte Gesetzentwurf ist mit einer Stellungnahme der Landesregierung zu begleiten, die bündig und sachlich sowohl die Begründung der Antragsteller wie die Auffassung der Landesregierung über den Gegenstand darlegt. Der Landtag kann einen eigenen Gesetzentwurf dem Volk zur Entscheidung mit vorlegen. Das Gesetz ist durch Volksentscheid beschlossen, wenn ihm mehr als die Hälfte der Stimmberechtigten zustimmt. Über ein Volksbegehren, das auf Änderung der Verfassung gerichtet ist, findet ein Volksentscheid nicht statt.
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Der größte Ballungsraum in dem Saarland ist die Achse Dillingen/Saar, Saarbrücken und Neunkirchen/Saar. Die Bevölkerungsdichte ist in dem Norden, Südwesten und Westen des Landes kleiner. In dem Saarland werden vor allem rhein- und mittelfränkische Mundarten gesprochen (siehe: Saarländisch).
Das Saarland hat bundesweit die höchste Eigentumsrate beim Grundbesitz.
74 Prozent der Bevölkerung sind katholisch und 21 Prozent % evangelisch. Das Saarland hat prozentual den größten katholischen Bevölkerungsanteil in Deutschland.
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Im 1. Jh. v. Chr. wird das Saargebietins Römische Reich eingegliedert. Es gelangt später unter die Kontrolle der Franken. 925 wird das Saargebiet Teil des Heiligen Römischen Reiches, steht aber unter starkem "französischem" Einfluß. 1680 wird das Saargebiet an Frankreich angegliedert. 1697 ist Frankreich durch den Frieden von Rijswijk gezwungen, das Saargebiet aufzugeben. 1793 besetzt jedoch Frankreich wieder das Saargebiet und annektiert es sogar in dem folgenden Jahr. Der südliche Teil des 1798 errichteten Departement Saar beziehungsweise des Regierungsbezirks Trier der 1822 gebildeten preußischen Rheinprovinz vereinte die meisten Teile des heutigen Bundeslandes und beendete die territoriale Zersplitterung des Ancien Régime. Das Saarland wurde nachdem Ersten Weltkrieg aus diesen Teilen der Rheinprovinz sowie der bayerischen Saarpfalz geschaffen, vom Deutschen Reich getrennt und 1920 unter das Mandat des Völkerbunds gestellt. In der Zeit des Dritten Reiches wurde es nach einer Volksabstimmung in dem Jahr 1935 wieder Deutschland angegliedert, nachdem Zweiten Weltkrieg aber erneut als autonomes, wirtschaftlich an Frankreich angeschlossenes Gebiet konstituiert.
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Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde das Saarland erstmals von Deutschland getrennt und mit einem Mandat des Völkerbundes unter französische Verwaltung gestellt. Die Besetzung des Saargebietes durch franz. Kolonialtruppen, vor allem aus Nordafrika, aber auch die rücksichtslose Ausbeutung des saarländischen Kohle- und Stahlreviers, führten zu dem Wunsch der Saarländer, nach Deutschland zurückzukehren. Alle saarländischen Parteien unterstützten diesen Wunsch bis 1933. Mit der Machtergreifung Hitlers in Deutschland änderte sich die Politik der liberalen und linken Parteien in dem Saargebiet. Nun wurde der "Status Quo" propagiert, das hieß Beibehaltung der Mandatsverwaltung bis zu dem Sturz Hitlers. Obwohl diese Politik von vielen international bekannten Persönlichkeiten unterstützt wurde, ein nicht unbedeutender Teil der vor den Nazis geflohenen deutschen Intelligenz in dieser Zeit kurz Aufenthalt in dem Saargebiet nahm, war die "Status Quo"-Politik der Demokraten zu dem Scheitern verurteilt. 15 Jahre "Heim in das Reich"-Politik aller saarländischen Parteien konnten ab 1933 bis zur Abstimmung am 13. Januar 1935 nicht mehr ausgeglichen werden, Hitler wurde nicht als Gefahr wahrgenommen.
In der Erinnerung geblieben ist ca. die Tatsache, dass der Aufenthalt der emigrierten deutschen Elite aus Kunst und Literatur zu einer kurzen kulturellen Blütezeit während des Abstimmungskampfes geführt hat. Zu erwähnen ist Bert Brechts "Haltet die Saar Genossen" und die Fotodokumente aus dem Saarland, des bekannten ungarisch-amerikanischen Fotografen, Kriegsberichters und Filmemachers Robert Capa.
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Frankreich beZieligte ursprünglich das gesamte linksrheinische Gebiet von Deutschland abzuspalten. Diese Pläne wurden jedoch auf den Außenministerkonferenzen der Alliierten abgelehnt. Um es sich bei den Franzosen nicht zu verscherzen, gaben die Amerikaner jedoch ihre Zustimmung für eine Abtrennung des Saarlandes.
Am 16.02 1946 wurde das Saarland der Zuständigkeit des alliierten Kontrollrates entzogen, und noch am Ende desselben Jahres errichtete man eine Zollgrenze zu dem restlichen Deutschland. Kurze Zeit später wurde das Land zu einem französischen Protektorat mit einer eigenen Regierung. 1948 erhielten alle Saarländer eine eigene Staatsbürgerschaft (Sarrois). Die von Frankreich eingesetzte Regierung, vorwiegend bestehend aus Emigranten und Naziverfolgten, sorgte dafür, dass die Entnazifizierung in dem Saarland nachhaltiger durchgeführt wurde als in irgendeinem anderen Teil Deutschlands, die sowjetische Besatzungszone eingeschlossen.
Nach anfänglicher Zustimmung der Bevölkerung zum neuen Status stieg der Widerwille gegen die Regierung in den 50er Jahren an. Die politischen Gegenparteien sprachen sich gegen eine engere Bindung an Frankreich aus und sahen sich zunehmenden Repressalien ausgesetzt (Recht auf Meinungsfreiheit wurde eingeschränkt). Am 23.10 1955 wurde schließlich eine Volksabstimmung über die Zukunft des Landes durchgeführt, wobei sich die Saarländer gegen das Saarstatut entschieden. Das Saarstatut war die Vision des saarländischen Ministerpräsidenten Johannes Hoffmann, der das Saarland zu dem ersten europäischen Territorium machen wollte. Die Planung ganzer Stadtteile in und um Saarbrücken, die die heute in Brüssel, Luxemburg und Straßburg befindlichen europäischen Institutionen aufnehmen sollten, war bereits angelaufen.
Am 27.10 1956 wurde der Luxemburger Saarvertrag abgeschlossen, worauf das Gebiet 1957 als zehntes Land (ohne Berlin) zur Bundesrepublik Deutschland kam. Eine teilweise wirtschaftliche Abhängigkeit zu Frankreich blieb vorerst noch bestehen bis zu dem 06.07.1959 (Tag X, Einführung der DM in dem Saarland zu dem Kurs von 100 Francs = 0,8507 DM)
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Mit der Landtagswahl am 5.09 1999 fand an der Saar ein Regierungswechsel statt. Die SPD-geführte Regierung wurde durch die CDU abgelöst, die die absolute Mehrheit mit 26 Sitzen erringen konnte.
Seit der letzten Landtagswahl vom 5. September 2004 sind wieder die Grünen (5,6 Prozent der Stimmen, 3 Sitze in dem Landesparlament) und die FDP/DPS (5,2%, ebenfalls 3 Sitze) in dem saarländischen Landtag vertreten. Die CDU (47,5%) konnte ihren Vorsprung um einen Sitz ausbauen, die SPD (30,8) musste 7 Plätze abgeben.
Traditionell besteht in dem Saarland die Vorherrschaft der großen Volksparteien CDU und SPD. Während die FDP/DPS mit Unterbrechung von 1994 - 2004 konstant in dem Parlament vertreten war, haben die Grünen den Einzug in den Landtag 1994 und 2004 geschafft.
Auf kommunaler Ebene konnten die freien Wähler in Kreis- und Gemeinderäte einziehen.
Ergebnis der Landtagswahl von 2004
Die Regierung des Saarlandes besteht aus folgenden Ministern und Ministerinnen:
- Ministerpräsident: Peter Müller
- Minister für Finanzen und Bundesangelegenheiten: Peter Jacoby (Vize-Premier)
- Ministerin für Inneres und Sport: Annegret Kramp-Karrenbauer
- Ministerin für Frauen, Arbeit, Gesundheit und Soziales: Dr. Regina Görner
- Ministerin für Justiz: Inge Spoerhase-Eisel
- Minister für Wissenschaft, Bildung und Kultur: Jürgen Schreier
- Minister für Wirtschaft: Dr. Hanspeter Georgi
- Minister für Umwelt: Stefan Mörsdorf
Siehe auch: Liste saarländischer Ministerpräsidenten
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Das Saarland verfügt über die Universität des Saarlandes mit den Standorten Saarbrücken und Homburg/Saar. In Saarbrücken sitzt die Verwaltung, sowie sind in Saarbrücken auch die meisten Studiengänge angesiedelt. Die Informatik hat deutschlandweit einen sehr guten Ruf. In Homburg/Saar wird vor allem Medizin angeboten. Die medizinische Forschung in Homburg ist eine der führenden in Deutschland. Neben der Universität gibt es vier Fachhochschulen und jeweils eine Hochschule für die bildenden Künste und für Theater und Musik.
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Durch seine frühe Industralisierung besteht in dem Saarland eine sehr gute Infrastruktur. So durchqueren das Land sechs gut ausgebaute Autobahnen. Auch das Schienennetz ist sehr dicht. So besteht eine Direktverbindung per Autobahn und Bahn in die Metropole Paris. Außerdem gibt es in Saarbrücken-Ensheim einen internationalen Verkehrsflughafen. Trotz der überschaubaren Fläche gibt es in dem Saarland als einzigem Ballungsraum keinen Verkehrsverbund. Auf 1 Tausend Einwohner kommen durchschnittlich 704 Kraftfahrzeuge. Damit hat das Saarland eine extrem hohe Fahrzeugdichte.
Das Saarland wird von folgenden Autobahnen durchquert:
Bundesstraßen (Auswahl):
Betriebene Bahnstrecken:
- sowie die Saarbahnstrecke
-
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Die Verteilung der Autokennzeichen ist etwas komplizierter als in Deutschland sonst üblich, da in dem Saarland nicht ca. jedem Kreis ein Kfz-Kennzeichen zugeordnet ist, sondern auch den Mittelstädten. Daher haben ca. die Kreise Merzig-Wadern (MZG), Neunkirchen (NK), Sankt Wendel (WND) und Saarlouis (SLS) ein einheitliches Kennzeichen; in dem Stadtverband Saarbrücken hingegen gibt es das Kennzeichen VK für die Stadt Völklingen und SB für den übrigen Stadtverband, in dem Saarpfalz-Kreis gibt es IGB für die Stadt St. Ingbert und HOM (nachdem Hauptort Homburg) für den übrigen Kreis.
Außerdem gibt es das Kennzeichen SAL für offizielle Stellen des Landes.=== Verwaltungsgliederung vor der Kreisreform ===
- Stadtkreis Saarbrücken (
SB)
- Landkreis Homburg (
HOM)
- Landkreis Merzig (
MZG)
- Landkreis Ottweiler (
OTW) mit Mittelstadt Neunkirchen (NK)
- Landkreis Saarbrücken (
SB) mit Mittelstadt Völklingen (VK)
- Landkreis Saarlouis (1936-1945 Saarlautern) (
SLS)
- Landkreis Sankt Ingbert (
IGB) - nach 1974 stets noch Mittelstadt
- Landkreis Sankt Wendel (
WND)
Neunkirchen besitzt seit 1968 ein eigenes KFZ-Kennzeichen (NK, vorher OTW), ebenso Völklingen (VK, vorher SB).
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Saarländische Spezialitäten | |
Die ursprüngliche saarländische Küche ist recht einfach: Eintopf, Kartoffeln, Sauerkraut, Wurst und Fleisch aus Hausschlachtung. Ca. wenige Speisen und Getränke gelten als typisch saarländisch:
- Dibbelabbes
- Schales
- Lyoner (Fleischwurst) in dem Ring
- Hoorische
- Geheiratete
- Schwenker (typisches Schwenksteak)
- Bettseichersalat (Löwenzahnsalat)
- Bekannte saarländische Biere kommen und kamen zu dem Beispiel von den Brauereien Becker (St. Ingbert), Bruch (Saarbrücken), Donner (Saarlouis), Großwald (Heusweiler-Eiweiler), Karlsberg (Homburg), Ottweiler Brauerei, Paqué (St. Wendel), Saarfürst (Merzig), Schäfer (Dirmingen), Schloss (Neunkirchen) und Walsheim (Walsheim). Karlsberg dominiert heute (2004) den Getränkemarkt in dem Saarland.
- Die Saar-Weine (Anbaugebiet Mosel-Saar-Ruwer) stammen nicht aus dem Saarland, sondern vom Unterlauf der Saar in Rheinland-Pfalz. Saarländische Weine werden an dem kurzen Moselabschnitt angebaut, der die Grenze zwischen dem Saarland und Luxemburg darstellt.
- Zudem gibt es hauptsächlich in dem Merziger Raum und in dem Saargau den Viez (Apfelwein)
- Obstschnäpse werden insbesondere auf dem Saargau gebrannt (zum Beispiel Quetsch (Zwetschen), Mirabelle, Trester oder auch die seltene Spezialität Hundsärsch ein Mispel-Brannt).
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Mentalität und Volkscharakter | |
Die Grenzlage und jahrhundertelange Fremdherrschaft , sei sie nun deutsch (preußisch oder bayerisch) oder französisch, haben die saarländische Mentalität stark beeinflusst. Die jahrhundertelange Erfahrung, alles durch Krieg und Eroberung verlieren zu können, führte zur der Einstellung, alles was man hat in dem "Hier und Jetzt" zu genießen.
Immer wieder wechselnde Herren führten zu der Tendenz, Neuankömmlinge zu "umarmen" und zu integrieren, vorteilhaft erscheinende Neuerungen anzunehmen oder aber mit sturer, ab und zu irrationaler Kooperationsverweigerung die als unerwünschte Besatzer betrachteten Herren aus dem Land zu treiben. Diese Taktik hat sich auf lange Sicht bis heute bewährt.
Ein bis heute aktuell gebliebenes Beispiel ist das Verhältnis von Saarländern zu Schwaben. Es scheint, dass Vorgesetzte aus Schwaben, sei es in Wirtschaft oder Verwaltung, bis heute einen schweren Stand haben. Der Grund hierfür liegt in der jüngeren Geschichte. Nach der Rückgliederung des Saarlandes 1935 waren die ersten Nazi-Verwaltungsfachleute, die die saarländische Region "gleichschalteten", aus Württemberg und Baden. Sie machten für Deutschland ganze Arbeit und sich selbst sehr unbeliebt.
Die Winzigkeit des Saarlandes ist Segen und Fluch zugleich und führt zu einer 'jeder kennt jeden'-Mentalität. Zwei sich (noch) fremde Saarländer werden zwangsläufig in dem Gespräch einen gemeinsamen Bekannten ausfindig machen. Das bedeutet auf der einen Seite ab und zu schmerzhaft fehlende Anonymität, erzeugt auf der anderen Seite ein starkes Wir-Gefühl. Dem Nicht-Saarländer erschwert dieses wiederum zunächst die Integration (zumal er anhand des fehlenden Dialektes leicht zu erkennen ist), doch hat er sich erst einmal mit dem einen oder anderen Saarländer angefreundet geht es umso schneller.
Eher selbstironisch sind Aussagen wie: "Ein Saarländer fürchtet nichts, außer dass der Kühlschrank leer ist und der Himmel ihm auf den Kopf fallen möge." Eine Anlehnung an die von den französischen und belgischen Nachbarn in den 1950er Jahren übernommene Comic-Kultur, in dem vorliegenden Fall eine Anspielung auf Asterix und die keltischen Vorfahren der Saarländer. Überhaupt scheinen sich die Saarländer von heute sehr gern mit Uderzos und Goscinnys gallischem Dorf und seinen skurrilen Bewohnern zu identifizieren.
"Deliranti iste saarabi -- Die spinnen, die Saarländer."
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